Als Startup im Bereich Frische-Fingerfood, hatten wir zu Beginn verschiedene Absatzwege ausgetestet. Unter anderem auch den klassischen Weg über den Handelsverkauf in der Frischetheken von Supermärkten. Alsbald mussten wir feststellen, dass sich unsere Absatzzahlen mit Presseveröffentlichungen zum Ultrafrischesegment deckten und wir trotz genauer Tagesplanung für jede Theke eine befriedigende Lösung hier nicht zu erreichen war. So konnten wir im Durchschnitt die Hälfte unserer handgefertigten Produkte nach Ablaufdatum entsorgen. Aufgrund der hochwertigen Zutaten, die wir verwenden, stellte ich rasch heraus, dass diese Art des Absatzes für uns unwirtschaftlich und auch im Sinne unseres Produktverständnisses nicht gewünscht war.

Frank Möller, Inhaber von njushi

Frank Möller, Inhaber von njushi

Bei unseren Überlegungen, wie wir unser neues und daher unbekanntes Produkt einerseits vertreiben und gleichzeitig Anfragen von außerhalb bedienen können, haben wir begonnen Lösungen im Frische-Versand auszuprobieren. Hierbei waren für uns zum einen pünktliche Zustellung durch einen zuverlässigen Logistiker, sowie die Reduzierung von Verpackungsmüll entscheidend. Nachdem wir für beides gute Lösungen gefunden hatten, haben wir unseren Vertriebsweg konsequent umgestellt: D.h. wir sind von der vorherigen „Produktion auf Verdacht“ mit immenser Verschwendung umgeschwenkt auf reine „Produktion auf Bestellung“ mit nahezu nicht vorhandenen Abfallmengen.

Dies ist gelungen, da wir nunmehr die tägliche Fertigung direkt auf die bestellten Mengen abstellen können. Das bedeutet wir produzieren täglich grammgenau die Mengen, die von den Kunden bestellt werden. Dies ist uns möglich durch eigens angepasste EDV-Programme und Rezeptlisten, welche täglich in Abhängigkeit von den vorliegenden Bestellungen erstellt werden.

Reisrollen frisch für den Kunden verpackt

Reisrollen frisch für den Kunden verpackt

Abfallmengen ergeben sich für uns somit lediglich noch aus Verschnitt beim Verpacken oder durch kleinste Puffermengen, die wir einplanen.